Coaching

Im Coaching steht die Klientin oder der Klient und ihr/sein echtes Anliegen im Mittelpunkt. Das klingt selbstverständlich, bis man versucht, sich einmal nicht über die eigene Funktion zu betrachten: nicht als Führungskraft, Kollegin, Partner oder Entscheiderin, sondern als Mensch mit einem eigenen Anliegen. Dieses Anliegen kann der Wunsch nach Veränderung sein, die Suche nach einem entscheidenden Hebel im Verhältnis zum Team oder zur Vorgesetzten. Es kann auch eine Sinnfrage sein: Warum mache ich eigentlich das, was ich mache? Passt das zu mir? Oder hat es eine Weile gepasst — und inzwischen nicht mehr ganz?

Im Coaching erhalten Sie von mir weder Ratschläge noch wenig hilfreiche Anekdoten aus meinem Berufsleben. Ich lasse mich auf Ihre Fragen, Wünsche und Erfahrungen ein. So entsteht ein Resonanzraum, in dem Sie mit meiner Person als Gegenüber jene Ruhe und Klarheit finden, die im Alltag zwischen zwei dringenden Dingen verloren gehen. Sie können sich selbst wieder als wirksam erleben und als Gestalterin oder Gestalter Ihres nicht nur beruflichen Lebens. Auch das bleibt eine Frage: Was lässt sich tatsächlich gestalten — und was muss zunächst anders angesehen werden?

Systemisches Coaching schaut deshalb nicht nur auf die einzelne Person, sondern auf die Zusammenhänge, in denen sie handelt: Rollen, Beziehungen, Erwartungen, unausgesprochene Regeln. Fragen sind dabei kein Umweg, sondern das eigentliche Arbeitsmittel; sie öffnen Perspektiven, prüfen Gewissheiten und machen sichtbar, was im gewohnten Denken leicht übersehen wird. Je nach Anliegen arbeite ich mit passenden Tools und Interventionen — etwa Perspektivwechseln, Aufstellungen, Skalierungen oder kleinen Experimenten zwischen den Sitzungen — nicht als Methode um der Methode willen, sondern wenn sie helfen, etwas genauer zu verstehen oder neu in Bewegung zu bringen.

Beispiele für Anlässe

  • Unklare Unzufriedenheit: Wenn kein eindeutiger Auftrag vorliegt, sondern eher das Gefühl, dass etwas nicht mehr stimmt — und erst herausgefunden werden muss, was genau.
  • Vertagte Entscheidungen: Wenn eine Frage schon lange mitläuft, nicht dramatisch wirkt, sich aber auch nicht beiseiteschieben lässt.
  • Lust auf Veränderung oder Neustart: Wenn nicht Druck den Ausgangspunkt bildet, sondern Neugier, Beweglichkeit oder der Wunsch, die eigene berufliche Richtung bewusster zu gestalten.
  • Neue oder größere Verantwortung: Wenn eine neue Position, ein erweitertes Aufgabenfeld oder der nächste Karriereschritt ansteht — und die eigene Rolle nicht nur ausgefüllt, sondern bewusst geprägt werden soll.
  • Balance zwischen Arbeit und Leben: Wenn beruflicher Anspruch, persönliche Bedürfnisse und verfügbare Kraft neu ins Verhältnis gesetzt werden sollen, bevor aus Engagement Erschöpfung wird.
  • Schwierige Gespräche und Ambivalenzen: Wenn ein Gespräch geführt werden müsste — vielleicht — und zunächst zu klären ist, worum es dabei eigentlich geht.
  • Belastende Konstellationen und konkrete Situationen: Wenn etwas nach außen funktioniert, innerlich aber Kraft kostet; oder wenn ein nächstes Meeting, ein Mitarbeitergespräch oder eine Verhandlung vorbereitet werden soll.

Wie die Arbeit aussieht

Coaching findet in mehreren Gesprächen statt. Dabei kann sich eine Frage klären, verschieben oder als eine andere herausstellen. Ich biete unterschiedliche Formate an: ein kompaktes Business Coaching über etwa 10–18 Stunden in 3–6 Terminen, ein längerfristiges Sparring über 3–18 Monate mit 90-minütigen Sitzungen wöchentlich oder 14-tägig, oder ein einzelnes Gespräch, wenn Sie sich zunächst nur ein Gegenüber wünschen, das zuhört und keine eigenen Absichten verfolgt.

Alle Formate sind in Präsenz möglich — in professionellen Räumen in Hamburg-Altona oder bei Ihnen vor Ort — ebenso online per Videocall. Gerade bei eng getakteten Kalendern kann das eine praktikable Ergänzung sein. Wie in der Mediation halte ich die direkte Begegnung vis-à-vis jedoch für den intensiveren Rahmen.

Wird das Coaching von einem Unternehmen beauftragt, bleiben die Inhalte der Sitzungen dennoch absolut vertraulich. Ich berichte der Auftraggeberin oder dem Auftraggeber grundsätzlich nicht darüber, was im Coaching besprochen wird.

Auch im B2C ist Vertraulichkeit eine Grundvoraussetzung, auf die Sie sich verlassen können.

Abgrenzung

Liegt bereits ein Konflikt vor, der eine neutrale Position braucht, ist Mediation näher. Geht es weniger um eine Person als um die Struktur der Organisation, liegt Beratung näher. Und wenn die Grenze nicht klar ist? Dann muss sie auch noch nicht klar sein, bevor man miteinander gesprochen hat.

Stimmen aus der Praxis

Coaching von Führungskräften und Kulturschaffenden, unter anderem für Schleswig-Holsteinisches Landestheater und Sinfonieorchester GmbH.

Rückmeldungen von Klientinnen und Klienten aus unabhängigen Coaching-Prozessen:

„Ein exzellentes Coaching auf Augenhöhe. Wer als Bühnenkünstler den Übergang in eine neue berufliche Phase plant, ist bei Johannes Beckmann richtig. Hier verbindet sich Fachexpertise mit warmer Herzlichkeit. Ein Prozess, der aus vagen Ideen einen konkreten, für mich passenden Zukunftsplan gemacht hat, auf dessen Umsetzung ich mich freue.“

Opernsänger (49), u. a. Semperoper Dresden

„Eine absolute Empfehlung für Führungskräfte im öffentlichen Kultursektor. Das Coaching hat mir geholfen, meine Unsicherheiten nach der Übernahme einer neuen Position zu überwinden und meine Rolle mit Klarheit auszufüllen. Hervorzuheben ist, dass Johannes mir nicht seinen Führungsstil vorgeschlagen hat, sondern durch genaues Zuhören und Fragen geholfen hat, meinen persönlichen Weg zu finden. Besonders schön: von meinen Mitarbeitenden habe ich bereits positives Feedback erhalten.“

Stellv. Leiterin in einem Kulturbüro (54)

Häufige Fragen

Ein erstes kostenloses Gespräch zeigt, ob Coaching der richtige Rahmen sein könnte.

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